Vereinschronik des BSC Bad Dürkheim e. V.

 

"Badminton!" Die Beantwortung der Frage, welche Sportart in Bad Dürkheim fehlen würde, fiel nicht schwer. "Warum gibt es in hier eigentlich keinen Badmintonverein?"
Die Idee war während der Arbeit im Dürkheimer Bauamt geboren und so entschlossen sich im Sommer 1959 Leni Schwab und ihr Arbeitskollege Paul Dornette einen Badmintonverein ins Leben zu rufen.
Dornette veröffentlichte eine Annonce in der Rheinpfalz, in der er badmintonbegeisterte Sportler aufforderte, zu einer Vereinsgründung im Seebacher Restaurant "Pfalzgraf" zu erscheinen.
Am 28. August 1959 erschienen sage und schreibe 21 Interessierte, von denen bis heute noch fünf dem Verein angehören.
"Die Vereinssatzung wurde an diesem Abend einstimmig angenommen. Unter dem Namen BC Bad Dürkheim e. V. war der neue Verein gegründet und Paul Dornette war sein erster Vereinsvorsitzender. Der erste Mitgliedsbeitrag betrug 2 DM pro Monat für Erwachsene bzw. 1 DM pro Monat für Kinder", berichtet Leni Schwab von den Anfängen des Vereins.

Bereits nach wenigen Monaten gab es den ersten Wechsel in der Vereinsführung. Da der kühle Westfale Dornette mit der pfälzischen Mentalität nicht klar kam, ging er 1960 in seine ursprüngliche Heimat zurück. Fred Zemke übernahm die Leitung des Vereins und erledigte diese Aufgabe so hervorragend, dass er den Verein als Vorsitzender bis ins Jahr 1992 führte.

Sportlich lief es zu dieser Zeit ganz hervorragend für den jungen Verein.
Nachdem die erste Mannschaft des BC 1959 noch in der C-Klasse angetreten war, feierte sie einen Erfolg nach dem anderen und erspielte sich schon 1966 die Meisterschaft in der Pfalzliga und wenige Jahre später stand mit dem Mitwirken in der dritthöchsten deutschen Badminton-Klasse der bis heute größte sportliche Erfolg an.
Die Sportart Badminton war seinerzeit jedoch leider noch nicht 'salonfähig' und erhielt keinerlei Zuschüsse vom Sportbund Pfalz. Aus diesem Grund wurde der Verein schon 1966 um eine Skiabteilung ergänzt und aus dem BC wurde der heutige BSC Bad Dürkheim.

Die Skiabteilung wurde sehr schnell zum 'zweiten Standbein' des Clubs. Neben der traditionellen Teilnahme an der Pfälzer Ski-Woche in Zermatt, standen Ski-Kurse im Schwarzwald und Jugendfreizeiten in Garmisch (bis 1982), Engstligenalp (bis 1986), Kühboden sowie Les Diablerets auf dem Programm. "Heute fahren wir traditionell über Fasching in das Skigebiet um Lech und Anfang Dezember nach Ischgl", beschreibt Skiwart Christian Heimes die gegenwärtigen Aktivitäten des BSC und schwärmt "von den tollen Gruppenzusammenhalten bei den Skifreizeiten."

Auch das gesellschaftliche Vereinsleben kommt nie zu kurz.
Seit 1971 bewirtschaftet der BSC den Stand 36 auf dem Dürkheimer Wurstmarkt. "Der 36er ist ein traditioneller Treffpunkt aller Mitglieder und Freunde des Vereins geworden", beschreibt Wurstmarktorganisator Thomas Barth die Lage und kann sich beim 'Wurstmarktdienst' über mangelnde Bereitschaft der Mitglieder nicht beklagen.
Zudem ist es mittlerweile ebenso Tradition geworden, nach dem Training noch das eine oder andere Glas Sekt oder Bier miteinander zu trinken. Leistungsstreben um jeden Preis war und ist nie das Anliegen des BSC. Vielmehr wurde und wird immer sehr viel wert auf die Gemeinschaft gelegt.

Nachdem sich Fred Zemke durch jahrzehntelange Vereinsarbeit verdient machte, gab er 1992 den Vorsitz an Immo Koennecke. Seit dem Jahr 2000 ist nun der dritte und gegenwärtige Vorsitzende Dieter Entenmann im Amt und wird von der Geschäftführerin Gisela Schubert tatkräftig unterstützt. Der Führungsstil des Vorstandes zeichnet sich dadurch aus, dass der Jugendarbeit größte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Nach Archivunterlagen galt bereits Anfang der 70er Jahre die Devise: "Unsere Hoffnung liegt in der Jugend!" Um diese Tradition zu wahren und dieses Ziel zu betonen, wird alljährlich der Fred Zemke-Gedächtnispreis an ein Mitglied verliehen, das sich besonders um die Jugendarbeit verdient gemacht hat. Dass dieser Weg der richtige ist, zeigen die Erfolge, die Dürkheimer Schüler- und Jugendspieler in den vergangenen Jahren errungen haben. Davon profitieren auch die aktiven Seniorenmannschaften des BSC. Die erste Mannschaft spielt seit Jahren in der Verbandsklasse um Punkte und die zweite Mannschaft vereint die Erfahrung 'alter Hasen' mit dem Tatendrang der Jugend.

Im Jahr 1999 wurde das 40jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Der BSC hat heute außer den fünf noch im Verein verbliebenen Gründungsmitgliedern ca. 260 Mitglieder jeglichen Alters und jeglicher Spielstärke und Skikünste.